Antwort

Frage:

In der Bekanntmachung auf www.justiz.de vom 19. Dezember 2017 sind zulässige Dateiformate genannt. Die eingereichten PDF-Dateien müssen bestimmte PDF-Normen einhalten (PDF 2.0, PDF/A-1, PDF/A-2 etc). Wird die Einhaltung von PDF-Normen (PDF-Konformitaet) bei Gerichten geprüft? In der Praxis nämlich entsprechen PDF-Dateien oft nicht exakt der Norm. Für Einreicher wäre es unverhaeltnismässig, PDF-Dokumente so zu bearbeiten, dass sie exakt einer PDF-Norm entsprechen. Eine verlässliche Prüfung der PDF-Norm bzw. Umwandlung in normgerechte PDF ist darüber hinaus oft nur mit teuren kostenpflichtigen Programmen wie Adobe Acrobat mit der Funktion "preflight" möglich.

Antworten auf hier gesammelten Fragen sind als Meinungen und Diskussionsbeiträge zu verstehen. Der EDV-Gerichtstag kann seine Expertise beisteuern, aber die praktischen und rechtlichen Fragen nicht entscheiden.

Das sind m.E. Mindestforderungen, die die Justiz lesen können muss. Wie die Möglichkeit der Übersendung von TIFF-Dateien und die Erweiterung in der ERVV für die Straf- und Bußgeldsachen zeigt, muss die Justiz weitere Formate lesen können. Hält sich der Anwalt an die Formatvorgaben, kann er sicher sein, das das Dokument jedenfalls nicht aus diesem Grunde (eventuell aber als virenbefallen oder beschädigt) zurück gewiesen wird.

Autor: Dieter KEsper
Datum: 1. Mä 2018, 8:35